Tag der offenen FF-Fahrzeugtür mit 19 Gastfahrzeugen

Neues Einsatzfahrzeug LF20 KatS gesegnet

Neues Fahrzeug Windberg

Das LF20 KatS mit Kommandant Johannes Frankl (links) und Erstem Bürgermeister Helmut Haimerl (rechts) sowie Fahnenträger und Begleitung (Foto: Alfons Frankl)

Einen besonderen Tag konnten die Mitglieder der Feuerwehr Windberg, festlich begleitet von Abordnungen der sieben VG-Feuerwehren und einer großen Gruppe der Partner-Feuerwehr von Seeboden aus Österreich, am vergangenen Sonntag erleben. Das neue, bereits im Juni in Dienst gestellte Fahrzeug erhielt den kirchlichen Segen.

Die Feierlichkeiten begannen um 10:30 Uhr mit der Teilnahme am Gottesdienst in der Pfarrkirche. In einem Festzug ging es dann mit Musik, angeführt durch das neue Fahrzeug, hinauf zur Bolzplatzwiese am Feuerwehrhaus, wo sich bereits 12 VG- Feuerwehrfahrzeuge als „Gratulanten“ aufgestellt hatten und so einen herrlichen Rahmen boten.

Pfarrer und Abt Petrus-Adrian, der auch den Gottesdienst zelebriert hatte, segnete nun das neue Fahrzeug und wünschte auch der Wehr Gottes Segen bei ihrer Arbeit.

 

In seiner Ansprache zeigte sich Bürgermeister Helmut Haimerl glücklich und stolz über dieses „Highlight“ an Aussehen, Technik und Leistung. Wir setzen damit einen wichtigen Meilenstein für die Sicherheit in unserer Gemeinde und in unserer Region. Damit unsere Feuerwehr diesen Auftrag auch in Zukunft zuverlässig erfüllen kann, braucht sie moderne Technik, auf die sie sich im Ernstfall hundertprozentig verlassen kann. Das neue Fahrzeug bietet nicht nur eine verbesserte Ausstattung für die Brandbekämpfung, sondern auch erweiterte Möglichkeiten im Katastrophenschutz – sei es bei Unwettern, Hochwasserlagen oder größeren Schadensereignissen.  

Er hob hervor, dass die Bemühungen für ein neues Fahrzeug nur durch den engagierten Einsatz des Kommandanten Johannes Frankl und seines Stellvertreters Tobias Häusler angestoßen und dann auch zum großartigen Erfolg geführt haben.

Besonders dankte er auch Mario Ehrnböck von der VG, der mit viel Einsatz und Geschick den Verwaltungsaufwand gleichlautend auch für die Gemeinde Ascha übernahm, was dann wegen gemeinsamer, baugleicher Beschaffung beim Staatszuschuss mit zuzüglich zehn Prozent Aufschlag auf die Grundförderung honoriert wurde.

Für die kleine Gemeinde Windberg stellt die Anschaffung eine erhebliche Belastung dar, jedoch rechtfertigen der gute Ausbildungsstand die gute Einsatzbereitschaft der Aktiven und der Eifer der Jugend diese hohe finanzielle Leistung und natürlich ist alles verbunden mit unserer Pflicht um Sorge zum Schutz der Bevölkerung.  

Die Gesamtkosten des Fahrzeugs beziffern sich auf 616.000 €, die Förderung durch den Freistaat betrug 138.400 € und der Landkreis wird mit knapp 42 000 € bezuschussen, so dass der Eigenanteil der Gemeinde 436.000 € betragen wird.  

 

Kreisbrandinspektor Günther Neuhierl, der zusammen mit KBM Stefan Wittke für die Landkreis-Feuerwehrführung anwesend war, überbrachte Glückwünsche gratulierte der Windberger Wehr zu diesem besonderen Fahrzeug.  

 

Ein umfangreicher Beschaffungsweg

Kommandant Johannes Frankl erläuterte in seiner Ansprache, dass der Beginn der Planung bis in den Herbst 2022 zurückreicht und mit der Lösung einer gemeinsamen Beschaffung und dann im März 2023 mit der Beauftragung eines Ing.-Büros auf den Weg gebracht werden konnte. Enorm viele Termine mit Besprechung und Besichtigung von Fahrzeugen waren nach Erhalt des Zuwendungsbescheides der Regierung nötig und führten Dank der guten und kameradschaftlichen Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Ascha zum Erfolg. Die gemeinsame Ausschreibung und Vergabe war dann im Frühjahr 2024, die Rohbaubesprechung ein Jahr später und die Übergabe und Abholung der Fahrzeuge dann im Juni dieses Jahres.

Nach der Freude beim Empfang kam natürlich sofort wieder Belastung für alle Aktiven mit vielen Terminen der Unterweisung, dem Vertraut werden mit dem neuen Fahrzeug. Aber es gefällt und weckt Begeisterung bei der Jugend.

Zusammen mit dem MZF, einem Mercedes Benz Sprinter 116 Allrad das erst 2022 als Neufahrzeug in großartiger Leistung in Dienst gestellt wurde, ist die Feuerwehr Windberg nun hervorragend fast für alle Fälle von Einsätzen ausgerüstet

Dank sprach der Kommandant natürlich aus an Pfarrer und Abt Petrus Adrian, an die Feuerwehr-Landkreisführung, an die Zuschuss-Geber, an Bürgermeister und Gemeinderat und alle Kameradinnen und Kameraden für ihre Beteiligung und Mithilfe am heutigen Fest sowie an die Nachbarfeuerwehren und alle heute an der Schau beteiligten Wehren.  

Nun war Stärkung angesagt und nach 12 Uhr spendete dann Gemeinde und Verein für alle Mitwirkenden unter dem Festzelt am Bauhof einen reichlichen Mittagstisch.

 

Das neue LF20 KatS

ist, wie im Namen enthalten, als vollwertiges Löschgruppenfahrzeug auch konzipiert   für den erweiterten Katastrophenschutz mit möglicher Einbindung in das Waldbrandkontingent. Der Aufbau besteht aus einem Mannschaftsraummodul, einem Gerätekofferaufbau mit Wassertank (2000 l.) und eingebauter Pumpe (mit einer Leistung von 3000 l/min bei 8 bar). 320 PS und Allradantrieb sorgen für größte Einsatz-Leistung. Zur Beladung gehören neben umfangreichem Schlauchmaterial, eine neue Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von 1500 l/min, 5000 l Faltbehälter, ein Stromerzeuger, ein LED-Flutlichtstrahler, ein Akku-Kombi-Gerät Schere/Spreizer mit Kettensatz, ein Türöffnungssatz, ein Greifzug 16 t, Hebekissen Rettungssatz, Ausrüstung für Waldbrandbekämpfung und weiterer umfangreicher Geräte-Bestand aus dem Vorgängerfahrzeug wurde in bestens durchdachter Anordnung in den Aufbau eingefügt.

 

Großartige Fahrzeugschau

Eine Demonstration von Stärke und Einsatzbereitschaft, wie auch beste Kameradschaft und Zusammenarbeit war an diesem Tag in einer beeindruckenden, informativen Schau von Einsatzfahrzeugen aus 13 Feuerwehren geboten, die Kdt. Johannes Frankl erreichen konnte. Die Feuerwehr Straubing mit Telelader und dem TGM, die FF Bogen mit der Drehleiter, die FF Feldkirchen, Straßkirchen, Schwarzach, Bogenberg, die FF Hunderdorf mit sechs Fahrzeugen, sowie die Nachbarfeuerwehren im VG-Bereich Gaishausen, Au v. Wald, Steinburg, Neukirchen, Sparr und Obermühlbach beteiligten sich gerne an diesem „Tag der offenen Fahrzeugtür“. 

Gelungen war der Tag, gelungen war diese Schau, groß das Interesse, groß der Austausch von Fachwissen unter den Aktiven und auch groß der Stolz der zahlreichen Vertreter der Wehren.

 

Neues Fahrzeug bei der Segnung

Das neue Schmuckstück der Windberger Wehr mit Pfarrer und Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller bei der Segnung. (Foto: Karin Hartmannsgruber)

Fahrzeugschau Windberg

21 Feuerwehrfahrzeuge bei der Fahrzeugschau zum „Tag der offenen Fahrzeugtür“. (Foto: Lukas Frankl)