40 Jahre VG Feier

Im Rahmen einer Feier im Gasthaus Hiebl in Neukirchen blickten die Bürgermeister der Gemeinden Hunderdorf, Neukirchen und Windberg gemeinsam mit Landrat Josef Laumer, den Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung und allen aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf (VG) auf 40 Jahre seit dem Zusammenschluss der Gemeinden am 1. Mai 1978 zurück.

 

„Der Gastwirt hat uns heute das Hochzeitsstüberl für die Feier reserviert und irgendwie blicken wir ja auf 40 Jahre Ehe zurück, dürfen heute also sozusagen die Rubinhochzeit feiern“, so gestaltete VG-Vorsitzender Hans Hornberger den Einstieg in seinen Rückblick auf 40 Jahre Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf mit einem Augenzwinkern. In Anlehnung an Henry Fords Zitat „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg“ sprach er die einzelnen Stationen der VG an, von der Gründung mit Rückblick auf alle ehemaligen Bürgermeister, VG-Vorsitzenden und Mitarbeiter, von denen auch einige als Gäste anwesend waren, bis hin zur heutigen Situation. Nachdem der verstorbenen Bürgermeistern und Mitarbeitern der VG gedacht wurde und Hornberger über die Gebietsreform, den Gründungsablauf und die konstituierende Sitzung mit Wahl des Gemeinschaftsvorsitzenden und Bestimmung des Geschäftsstellenleiters im Jahre 1978 sprach, betonte er: „Das Besondere an einer funktionierenden Verwaltungsgemeinschaft ist die Normalität, die Bürgernähe und die Effizienz“. Er lobte die Zusammenarbeit mit den Bürgermeisterkollegen der Mitgliedsgemeinden, aber auch den Service der Verwaltung und betonte, dass es nicht darum gehe, immer einer Meinung zu sein. Viel wichtiger sei es, auch in schwierigen Situationen zusammenzubleiben und gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf sei somit ein Paradebeispiel dafür, dass sie eben nicht nur das gemeinsame Büro ihrer Mitgliedsgemeinden ist, sondern vielmehr für die Integration von drei Bayerwaldgemeinden steht. Hornberger schloss seine Festrede mit Friedrich Schillers Zitat „Wir können viel, da wir zusammenstehen“ ab und dankte den Gründervätern, allen Bürgermeistern und Räten der VG und der Mitgliedsgemeinden der letzten 40 Jahre sowie allen früheren und aktuellen Mitarbeitern, an der Spitze dem langjährigen Geschäftsstellenleiter Xaver Kern sowie Hans Pollmann als derzeitigem Leiter der Geschäftsstelle.

 

Anschließend gratulierte Landrat Josef Laumer und betonte, wie bedeutungsvoll das Jahr 2018 sei: „200 Jahre Verfassung des Freistaates Bayern, 100 Jahre Freistaat Bayern und – mindestens genauso wichtig - 40 Jahre Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, das ist wirklich ein Grund zum Feiern!“ Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass der Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zu einer VG so reibungslos funktioniert wie in Hunderdorf. In Anlehnung an Hornbergers Einstieg „Rubinhochzeit“ betonte Laumer, dass die Gründung einer VG oftmals vielmehr einer Zweckehe als einer Liebeshochzeit gleiche. Es freue ihn sehr, dass er bei einem Besuch im Rathaus der VG erleben durfte, wie sehr hier vom eigenen „Kirchturmdenken“ abgesehen wird und stattdessen mit Weitblick und Rücksicht aufeinander Verwaltungsgemeinschaft und Miteinander gepflegt werden. Die Herausforderung, so eng zusammenzuarbeiten und trotzdem die Eigenständigkeit der einzelnen Mitgliedsgemeinden zu wahren, habe die VG Hunderdorf mit großem Erfolg gemeistert. Am Ende seiner Festrede dankte Laumer für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und wünschte alles Gute für die Zukunft.

 

Im Anschluss sorgte der langjährige VG-Vorsitzende Heinrich Lobmeier für einen Einblick in die Anfangszeiten der VG. Als Gründungsmitglied erlebte er hautnah die Höhen und Tiefen des Zusammenschlusses mit. „Es war wirklich keine einfache Geburt, Neukirchen führte auch mit anderen Gemeinden Gespräche über die Gründung einer VG“. Erst durch Hunderdorfs damaligen Bürgermeister Karl Härtenberger, der dann auch erster VG-Vorsitzender wurde, konnten letztendlich die drei Gemeinden zusammengeführt werden. Aber nicht nur der Zusammenschluss selbst war nicht einfach, auch der Umzug der Gemeinden Neukirchen und Windberg in das Hunderdorfer Rathaus in der Kirchgasse stellte durch Platzprobleme eine Herausforderung dar. „Teilweise mussten sich Bürgermeister und die sieben Beschäftigten in der Verwaltung die Räume teilen. Wer eben gerade anwesend war, benutzte die Einrichtungen. Das wäre heute unvorstellbar“, so Lobmeier. In diesem Zusammenhang dankte er der Gemeinde Hunderdorf für den Bau eines neuen Rathauses im Jahr 1990, wodurch den Problemen abgeholfen und eine bessere Zusammenarbeit ermöglicht wurde. „Die Saat ist aufgegangen und hat Frucht getragen, die VG ist an ihren Aufgaben gewachsen und wird noch weiter wachsen. Für die Zukunft wünsche ich alles Gute“, beendete Lobmeier seinen Rückblick.

 

Nachdem sich an die Festreden das gemeinsame Abendessen anschloss, wurden die Gäste mit einer Powerpoint-Präsentation überrascht, in der noch einmal die Stationen der VG abgespielt wurden und die mit vielen alten Fotos Erinnerungen weckte und zum Lachen brachte. Die Gäste erhielten einen humorvollen Einblick, wie viel sich in all den Jahren geändert hat – sei es die personelle Besetzung, die technische oder auch die bauliche Einrichtung. Hornberger dankte den zuständigen Mitarbeitern für die Organisation der Feier und der Präsentation sowie der Familie Hiebl für die hervorragende Bewirtung und ließ die Jubiläumsfeier mit gemütlichem Beisammensein ausklingen.

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