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Unser Dorf soll schöner werden - Kreisentscheid 2002

Unser Dorf soll schöner werden - Kreisentscheid 2002

Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden -Unser Dorf hat Zukunft"

Das Klosterdorf Windberg ist beim Dorfwettbewerb mit „Gold“ auf Kreisebene ausgezeichnet worden; daneben erhielten weiterhin Gold Konzell und Geltolfing. 

 

Besondere Bedeutung hat das Klosterensemble mittelalterlicher Prägung, das einmalig in ganz Süddeutschland ist. Windberg verfügt über eine gute geographischen Lage, eine relativ günstige Verkehrsanbindung und ist in eine intakte Kulturlandschaft eingebettet. Dabei waren die Grundlagen Bebauungspläne mit integrierten Grünordnungsplänen. Die Bauleitplanung erfolgte durch die erstmalige Aufstellung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes, rechtsverbindlich seit 1991. Im historischen Ortsbereich wurde ein besonderes Augenmerk auf die Erhaltung und Restaurierung der Denkmalobjekte gelegt. Die Dorferneuerung führte zudem zu einem neuen Bürgerbewusstsein, insbesondere für Verständnis gegenüber alter Bausubstanz, Durchgrünung und Flächenentsiegelung.

Ziel war die Verkehrsberuhigung und die Senkung des Verkehrsaufkommens im historischen Ortskern. Innerörtliche Fußwegverbindungen machen das Dorf noch erlebbarer, wie zum Beispiel Klostergasse, Kirchwegverbindung, Wirtsgasse.

Der auf den Dorfmittelpunkt konzentrierte Parkplatzbereich wurde ortsbildverträglich und dennoch funktional verlegt.

 

Im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahmen wurden im alten Ortskern die Kanalisation saniert. Die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverantwortlichen, Bürgerschaft, Kloster und Pfarrei haben diese außerordentliche Entwicklung möglich gemacht.

 

Der Agenda21- Arbeitskreis hat nach dem Motto „zukunftsfähiges Windberg“ viele gemeindliche Themenbereiche aufgegriffen und vieles bereits verwirklicht in den drei Agenda-Bereichen 1. „Wirtschaft“ 2 „Ökologie“ 3. „Soziales“. Am Agenda21-Prozess unter Leitung des beauftragten des Gemeinderates Bernhard Suttner nehmen Vertreter der Vereine, Pfarrgemeinderat und interessierte Einzelpersonen teil.

 

Dabei wurden in`s Leben gerufen: Kinder- Ferienspaß-Programm, Branchenbuch, Herbstmarkt und Weihnachtsmarkt zur Förderung der heimischen Selbstvermarktung sowie Kultur-Flohmarkt, Energiesparaktion, Förderung des ÖPNV, Kultur und Erwachsenenbildung wie z.B. Dorfabende, Ausstellungen, Kulturfahrten, Orgelkonzerte, Kabarettabende, Naturerlebniswanderungen, und vieles mehr.

 

Unser Dorf soll schöner werden - Kreisentscheid 2002Im Zuge der Dorferneuerung wurde auch ein eigenes DE-Leitbild entworfen.

Einmalig ist auch das durch Bürgeraktivitäten ins Leben gerufene Solarprogramm. Danach ist Windberg das zweitbeste Solardorf Bayerns, bezogen auf Einwohner und Solarflächen.

 

Windberg zählt rund 15 Vereine und kann so ein sehr reges Vereinsleben verzeichnen, was durch die Vereinsabordnungen bei der Ortsbesichtigung unterstrichen wurde.

 

Darüber hinaus ist in Windberg die Jugendbildungsstätte. Sie bietet insbesondere Jugendlichen, aber auch Erwachsenen vielfältige Seminare zur Fortbildung und in Lebensfragen. Es sind jährlich rund 20.000 Übernachtungen zu verzeichnen.

 

Herausragende Details der Grüngestaltung sind im Dorf- und Pfarrplatz sowie in den Neubaugebieten. Diese wurden erfreulicherweise von den Anwohner mitgetragen und durch die privaten Initiativen an den Privatgebäuden weiter ausgedehnt durch heimische Sträucher und Rankpflanzen.

 

Unser Dorf soll schöner werden - Kreisentscheid 2002Im Klostergelände wurde im Jahr 2000 der „Schöpfungsgarten“ angelegt. Er wurde im Rahmen eines pädagogischen Projekts gemeinsam von Jugendlichen und Erwachsenen angelegt nach der von Gott zugewiesenen Schöpfungsaufgabe „Bebauen und Bewahren“.

 

Auch die Fußweganbindung zur Wallfahrtskirche Hl. Kreuz wurde in Schotterbauweise hergestellt. Dazu wurden auch die Kreuzwegstationen instandgesetzt.

 

Windberg ist sich seiner Geschichte, seiner herausragenden Lage und seiner Verantwortung im besonderen Maße bewusst. Deshalb wurde auch das Ziel verfolgt, die dominierende Ansicht nicht zu verbauen. Durch Grünabschirmung ist eine gute Einbindung in die Landschaft gegeben. Die äußere Dorferneuerung hat auch zu einer gewissen innerer Dorferneuerung durch bürgerliche Beteiligung und Eigeninitiativen geführt. Das sanierte Dorf-Ensemble führt zu einem spürbaren Gewinn an Identität der gesamten Einwohnerschaft und zu einen gewachsenen Dorfbewusstsein.

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