Am Sonntag war ein herausragender Tag in der Entwicklung der Gemeinde Hunderdorf. Es galt die Entstehung und Fertigstellung zur Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte St. Nikolaus um Räumlichkeiten für zwei Kinderkrippen- und einer Kindergartengruppe zu feiern, einzuweihen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auftakt nahm die Einweihungsfeier mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus durch Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller, in Vertretung des erkrankten Pfarrherrn Pater Antony. Der Abt lobte die Leistung der Gemeinde für die Schaffung einer weiteren Heimat der Kinder. Einen schönen musikalischen Einladungsgruß, instrumental begleitet, präsentierten die Kindergartenkinder mit „Ich kenn ein Haus“ am Schluss des Gottesdienstes, bevor gemeinsam zum neuen Kindergarten gezogen wurde.
Kirchenpfleger Josef Breu stellte fest, dass mit dieser Baumaßnahme ein weiterer Markstein in der Entwicklung des Kindergartens gesetzt wurde, die fünfte Baumaßnahme an diesem Platz. Es sei ihm heute die Ehre zuteil geworden, zahlreiche Ehrengäste begrüßen zu dürfen, Landrat Josef Laumer, Landtagsabgeordneten Tobias Beck, sowie den Gemeinderat. Er würdigte die jeweiligen Leistungen und gab einen historischen Rückblick auf die Einrichtung. Der Kindergarten wird gemeinsam von der Pfarrei und Gemeinde Hunderdorf getragen, die Gemeinde stellt die Gebäude und das Grundstück, für den Kindergartenbetrieb ist die Pfarrei zuständig.
Bürgermeister Max Höcherl hob in seiner Festansprache hervor: „Damit investieren wir bewusst in die Zukunft Hunderdorfs, nämlich in unsere Kinder. Sie verdienen einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen, an dem sie spielen, lachen, lernen und wachsen können. Mit dieser neuen Kindertagesstätte haben wir einen solchen Ort geschaffen – hell, freundlich funktional und auf die Bedürfnisse unserer Kinder abgestimmt“. Für die Gemeinde unserer Größe seien die Gesamtkosten von rund 2,9 Millionen Euro ein Kraftakt gewesen. Er verwies auf die Platznot an Kindergartenplätzen seit 2021 und die erfolgreichen, aber intensiven Bemühungen das Nachbargrundstück zum bisherigen Kindergartenareal mit dem auf einer Immobilienplattform „Leben im luxuriösen Stil“ präsentierten Bestandbau erwerben zu können. Weiter stellte der Erste Bürgermeister fest, dass ein solches Bauvorhaben nicht allein durch Zahlen und Pläne gelinge, es lebt von Menschen, die daran mitgewirkt haben. Sein Dank gelte allen Planern, Handwerksbetrieben und der Verwaltung, dem Gemeinderat für die Mittragung und dem Jugendamt des Landkreises, als guter Ratgeber und Unterstützer, mit der Bitte an Landrat Josef Laumer dies auszurichten. An den Landtagsabgeordneten Beck gewandt, gilt der Dank auch dem Freistaat Bayern für die zur Verfügungstellung der Fördermittel in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Mit der Feststellung, dass diese Einrichtung ein Alleinstellungsmerkmal in der Diözese Regensburg im Hinblick auf die Höchstzahl an Kindergartengruppen habe, dankte er Josef Breu für sein herausragendes Engagement dahingehend und das gute Miteinander zwischen Pfarrei und Gemeinde. Ebenso wie er auch der Planerin Sonja Heitzer für ihre nach einem Architektenwechsel unternommenen Kosteneinsparungen, die kompetente fachliche Betreuung dankte, was auch für Georg Buchner bei der Bauaufsicht gelte.
Sein abschließender Dank gelte dem pädagogischen Team der Kindertagesstätte. „Sie füllen diese Gebäude mit Leben, Wärme und Engagement, was von unschätzbarem Wert ist“, wie der Gemeindechef lobte. Besonders hervorzuheben sei die Leistung der Leiterin Alexandra Stadler, die die gute Seele der Baustelle war und sich von Anfang an intensiv in Raumplanung, Bauablauf, parallel zum Kindergartenalltag eingebracht habe. In Würdigung ihrer Engagements überreichte der Gemeindechef Blumensträuße an Frau Heitzer und Frau Stadler.
Frater Marcus Neuhoff nahm die Segnung der neuen Einrichtung vor. An die Kinder gewandt: „In diesem Haus soll ein Geist entstehen, dass ihr spielen könnt, dass ihr hier Freude habt und der liebe Gott seinen Segen gibt“.
Der Landrat Josef Laumer führte in seinen Worten des Grußes aus, dass hier in der Gemeinde Hunderdorf für die Kinder investiert worden ist und dankte für den Dank der Gemeinde an das Jugendamt für die Unterstützung. Sehr erfreulich sei die Entwicklung der KITA-Plätze im Landkreis Straubing-Bogen von 3.200 im Jahre 2015, 3.800 im Jahr 2020 und jetzt 5.200 Plätzen stellte er fest.
Kindergartenleiterin Alexandra Stadler verwies darauf, dass viel geschaffen worden sei, mit aktuell 8 Gruppen und der Möglichkeit einer weiteren Krippengruppe. Sie verglich das Gesamtwirken Aller mit einem Orchester, die Noten sind die Kinder, die Instrumente die Eltern, die Musiker das Kindergartenpersonal, das Haus für die Aufführungen hat die Gemeinde ermöglicht.
Die Kindergartenkinder umrahmten die Feierlichkeiten mit Musik- und Gesangseinlagen mit Instrumenten wie „Hallo Leute“ und der „Ode an den Kindergarten“ und einem lieblich, amüsant vorgetragenen Sketch „Bauablauf“.
Große Resonanz fand der Tag der offenen Tür. Die vielen Eltern und Besucher lobten die gelungene Gestaltung der Einrichtung innen, wie auch außen.



















